Terrassenofen: Ihr Ratgeber für 2024

Die wohltuende Wärme und Romantik eines Lagerfeuers, aber ohne Brandstelle im Garten, herumfliegende Asche und störenden Rauch?

Mit einem Terrassenofen können Sie auch an kühleren Herbst- und Frühlingstagen gemütliche Stunden auf Ihrer Terrasse genießen. Manche Modelle lassen sich sogar als Backofen für Pizza, Flammkuchen & Co nutzen!

In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über Terrassenöfen: Welche Varianten gibt es? Wie unterscheiden sich die Materialien? Was sind die zu erwartenden Kosten? Und noch vieles mehr!

Was ist ein Terrassenofen?

Ein Terrassenofen ist eine bauchige Brennkammer mit einer Öffnung und einem angeschlossenem Kamin, über den Rauch abziehen kann. Drei oder vier Standfüße oder ein abnehmbares Gestell sorgen für einen sicheren Abstand zum Boden.

Dank seiner Bauweise zieht Rauch im Gegensatz zu Feuerschalen und Feuerkörben nach oben ab. Zusätzlich lässt sich die Brennkammer bei vielen Modellen mit einem Funkenschutzgitter oder einer Glastür verschließen, sodass es nicht zu gefährlichem Funkenflug kommt.

Da Terrassenöfen oftmals aus Gusseisen hergestellt werden, wiegen sie gerne 20 kg oder mehr. Eine beliebte Variante des Terrassenofens ist der Aztekenofen oder Mexiko-Ofen, welcher aus Ton hergestellt wird.

Wie funktioniert ein Terrassenofen?

Terrassenöfen funktionieren ähnlich wie herkömmliche Kamine. Das Brennmaterial wird in die Brennkammer gegeben und angezündet. Dadurch entsteht Wärme, die an die nähere Umgebung abgegeben wird.

Über kleine Öffnungen am Fuße des Ofens wird dieser bzw. das Feuer mit Sauerstoff versorgt. Der beim Verbrennen entstehende Rauch zieht nach oben über den Kamin ab, sodass Sie und Ihre Gäste nicht dadurch belästigt werden.

Terrassenöfen sind aber nicht nur ein optisches Highlight und eine Wärmequelle, sondern können oftmals auch zum Grillen oder Räuchern verwendet werden.

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Material: Wie werden Terrassenöfen hergestellt?

Beliebt sind vor allem Modelle aus Gusseisen und Ton bzw. Terrakotta. Häufig verwendete Materialien sind daher unter anderem:

  • Blech
  • Edelstahl
  • Gusseisen
  • Metall
  • Stahl
  • Steingut (Gartenkamine)
  • Terrakotta / Ton (Aztekenöfen)

Gusseisen wird nicht nur bei Kaminöfen im Innenbereich oft verwendet, sondern ist auch bei Terrassenöfen für Draußen ein gefragtes Material. Die Witterungsbeständigkeit ist aber nicht ganz so hoch wie bei Edelstahl. Außerdem kann Gusseisen natürlich auch rosten.

Während Metallöfen sich schnell aufheizen lassen, geben sie die Hitze genauso schnell wieder ab. Die Öfen aus Ton speichern die Hitze deutlich besser, trotzen aber dafür der Witterung nicht so gut wie die Modelle aus Metall und sind empfindlicher für Schäden durch unsachgemäßige Befeuerung.

Befeuerung und Brennmaterial

Terrassenöfen aus Gusseisen & Co können mit unbehandeltem Brennholz, Holzkohle, Bio-Ethanol, Holzbriketts oder teilweise auch Gas (Terrassenstrahler) befeuert werden. Fichten- und Kiefernholz sind aufgrund des hohen Harzgehalts nicht ideal.

Zum Anzünden eignen sich am besten Anzündwürfel oder in Wachs getränkte Holzwolle. Vermeiden Sie zum einen gefährliche und zum anderen die Lackierung und das Material schädigende Methoden wie Spiritus oder Benzin.

Durch das Feuer erwärmen sich die Wände des Ofens und geben diese Wärme dann gleichmäßig wieder ab. Die Varianten aus Ton (Aztekenöfen) brauchen etwas länger zum warm werden, können die Wärme aber auch länger speichern.

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Reinigung und Pflege

Die Exemplare aus Gusseisen oder Stahl sind sehr robust. Dementsprechend gestaltet sich die Pflege auch einfach. Bedenken Sie immer, dass das Material für einige Stunden heiß bleiben kann, bevor Sie mit der Reinigung beginnen.

Grober Schmutz und Asche lässt sich mit Schaufel und Besen entfernen. Den Grillrost können Sie zuerst in Wasser einlegen und dann mit Spülmittel reinigen. Wenn das nicht hilft, gibt es im Handel auch spezielle Grillbürsten.

Zudem empfiehlt es sich, den Terrassenofen wenigstens nach dem Ende der Grillsaison von Flugrost zu befreien. Wenn Sie danach noch hitzebeständigen Korrosionsschutz oder feuerfesten Lack auftragen, werden Sie lange Freude mit Ihrem Ofen haben.

Wichtige Tipps zum Kauf

Da insbesondere die Modelle aus Gusseisen ein hohes Gewicht haben, sollten Sie unbedingt auf einen festen Stand und stabile Standbeine achten. Eine große Steinplatte oder Kies eignet sich ideal als Untergrund. Sicherheitstüren sorgen dafür, dass glühende Asche gar nicht erst herunterfallen kann.

Falls Sie planen den Ofen auf der Terrasse zu platzieren, empfiehlt es sich neben dem Terrassenofen zusätzlich eine spezielle Bodenplatten aus Glas oder anderen geeigneten Materialen zu erwerben. So schützen Sie Ihre Terrasse vor Hitze, die möglicherweise abstrahlt.

Außerdem sind nicht alle Varianten auch zum Grillen geeignet, obwohl dies immer häufiger der Fall ist. Überprüfen Sie sicherheitshalber vor dem Kauf, ob ein Grillrost im Lieferumfang enthalten ist bzw. separat erhältlich ist.

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Häufige Fragen

Ist der Ofen zum Grillen geeignet?

Ein Großteil der Exemplare wird direkt mit einem Grillrost ausgeliefert und ist daher fraglos zum Grillen geeignet. Dank ihrer Hitzebeständigkeit sind Modelle aus Edelstahl für diesen Zweck ideal.

Sind Terrassenöfen winterfest?

Die Varianten aus Metall sind robust gebaut und können Wind und Wetter deutlich besser widerstehen als Aztekenöfen, die aus Terrakotta oder einer Tonmischung hergestellt werden. Falls möglich, sollten Sie den Ofen aber zumindest den Winter über in Ihrer Garage einlagern.

Kann ich meinen Terrassenofen in einem Zelt oder Pavillon aufstellen?

Feuerstellen wie Terrassenöfen sollten niemals in geschlossenen Bereichen genutzt werden. Ansonsten kann es sowohl zu Rauchvergiftung, als auch zu einem Brand kommen.

Brauche ich für meinen Terrassenofen eine Regenabdeckung?

Wenn der Ofen aus Gusseisen oder gar Ton besteht, ist eine Regenabdeckung definitiv zu empfehlen. Bei einem Modell aus Edelstahl ist eine Abdeckung nicht zwingend notwendig, aber trotzdem empfehlenswert.

Was kostet ein Terrassenofen?

Günstige Modelle sind schon ab etwa 40 Euro zu haben. Qualitativ hochwertigere Varianten kosten je nach Material und Ausstattung 100 Euro und mehr.